Vollwerternährung

Was ist Vollwerternährung ?eule.gif
Hier haben wir es mit keiner Diät zu tun , sondern mit einer abwechslungsreichen und gesunden Ernährungsweise , die wir jeden Tag genießen können .
Stimmen sie diese auf ihre Wünsche ab.

Wann spricht man von einer vollwertigen Ernährung ?
Wenn der Körper in ausreichender Menge mit allen wichtigen Stoffen versorgt wird , um alle wichtigen Funktionen zu erfüllen und eine gute Leistung zu erbringen.

Wie sollten die Nährstoffe verteilt sein ?
Ein ausgewogenes Verhältnis ist wichtig .
Es werden ca. 50 % Kohlenhydrate , ca. 15 % Eiweiß und ca. 30 % Fett empfohlen .
Hier ist nicht nur die Menge , sondern auch die Qualität wichtig.

Gelten für Kinder die gleichen Angaben ?
Nein , Kinder benötigen für ihr Wachstum eine altersgerechte Verteilung ,
denn jeder Lebensabschnitt stellt andere Anforderungen.

Welche Rangfolge ist für Kinder optimal?
Die Ernährung von Kindern sollte bis zum 14. Lebensjahr besondere Beachtung finden .
Das heißt :
an erster Stelle steht die Muttermilch ,
an zweiter Stelle erst die Fertignahrungen .
Mit dem Beginn der Beikost kann durch ausgesuchte Qualitätsprodukte ein langsamer Einstieg in eine Vollwerternährung aufgebaut werden .
Ab achten , neunten Monat kann ein Säugling immer mehr am Familienessen beteiligt werden .

Wer schuf die Grundlagen für die Vollwerternährung ?
* Der Schweizer Arzt Max Bircher-Benner ( 1867-1939 ) .
Er gründete 1897 eine Klinik für Diätetik und physikalische Heilmethoden in Zürich.
Von ihm kommt auch das bekannte Bircher – Müsli .
* Der Ernährungshygieniker Prof. Werner Kollath ( 1892-1970 ) .
Er schuf den Leitsatz : ,, Laßt unsere Nahrung so natürlich wie möglich‘‘

Wer setzt heute Grundlagen ?
Heute setzen sich z .B . C. Leitzmann , K. v. Koerber , Th. Männle für den Erhalt der Vollwerternährung ein.
Rücksicht nehmen sie auf ein ausgewogenes Verhälnis zur Gesundheit,
zur Schonung der Umwelt und für eine soziale Gerechtigkeit.

Welche Grundsätze hat die Vollwerternährung heute ?

  • bevorzugen sie pflanzliche Lebensmittel
  • kaufen sie gering verarbeitete Lebensmittel
  • geniessen sie reichlich Rohkost
  • bereiten sie die Lebensmittel schonend zu
  • vermeiden sie Zusatzstoffe
  • bestimmte Technologien sollten gemieden werden ( Bestrahlung , Gentechnik )
  • bevorzugen sie Produkte aus ökologischem Anbau
  • Lebensmittel aus regionaler Herkunft und Jahreszeiten entsprechend
  • auf Verpackung achten ( Schadstoffe können vom Lebensmittel aufgenommen werden)

Welche Ziele sollen so erreicht werden ?

  • Optimale Versorgung mit allen essentiellen Nährstoffen
  • Bildung von Abwehrkräften
  • Optimale körperliche und geisige Entwicklung und Leistungsfähigkeit
  • Ökologische Lebensweise
  • Vorbildfunktion
  • Kostenminderung im Gesundheitswesen

Welche Kriterien helfen schon beim Einkauf die Ziele umzusetzen ?

  • Vollwertigkeit = hoher Gehalt an Vitaminen , Mineralstoffen , Faserstoffen , Enzyme ect. Frische unbehandelte Lebensmittel haben eine hohe Vollwertigkeit
  • Naturbelassenheit= je mehr ein Lebensmittel verarbeitet ist desto niedriger ist die Qualität . Daher wenn nötig eine schonende Bearbeitung .
  • Frische = sie geht durch unsachgemäße Lagerung verloren . Der Verzehr von verdorbenen Nahrungsmitteln kann gesundheitliche Schäden verursachen .
  • Belastung = sie vermindert die Qualität des Nahrungsmittel .

Wie stellt man auf eine Vollwertkost um ?

  • Langsam , Schritt für Schritt . Die Verdauungsorgane können sich so umgewöhnen und nach einiger Zeit werden alle Nährstoffe gut resorbiert.
  • Eine positive Einstellung erleichetert den Einstieg .
  • Klare Ziele helfen bei der Umstellung .

Wie sieht die Umstellung praktisch aus ?

  • Brot und Backwaren aus Vollkornmehl , reich an Vitaminen ,Mineralstoffen , Ballaststoffen
  • Wenn möglich morgends ein Müsli oder frisches Obst
  • Mehr Rohkost
  • Obst- und Gemüsesäfte frisch zubereiten
  • Als Zwischenmahlzeit Obst
  • Naturbelassene Öle benutzen ( Nüsse und Samen knabbern = kaltgepresstes Öl )
  • Zucker meiden
  • Salz und Fleischverzehr reduzieren
  • Fast-Food , Fertigprodukte meiden
  • 2-3 Stunden vor dem Schlafen gehen keine Nahrung mehr aufnehmen ( belasten den Organismus )
  • Frühstück erst wenn der Hunger sich meldet

Welche Probleme können bei der Umstellung auftreten ?
Blähungen , Probleme mit dem Stuhlgang.

Wie kann ich diese vermeiden bzw. beheben ?

  • Intensives kauen
  • Setzen sie mehr Sauermilchprodukte ein
  • Achten sie auf ihre Flüssigkeitszufuhr ( optimal sind 2 – 2,5 l )

Unsere Nahrung, unser Schicksal