Beikost

Was heißt Beikost?
Unter Beikost werden alle Lebensmittel der Säuglingsernährung ,außer Muttermilch und Säuglingsmilch verstanden.
Hinsichtlich Einsatzzeiten und Zusammensetzung der Beikost gelten die selben Empfehlungen für gestillte und mit industrieller Säuglingsmilchnahrung ernährte Säuglinge.
Für eine gesunde Ernährung des Säuglings werden nur wenige, nährstoffreiche Lebensmittel benötigt, in gut abgestimmten Mahlzeiten.

Wann fange ich mit der Beikost an?
Zwischen dem 5.-7.Monat
Muttermilch/Säuglingsnahrungen sind ausreichend mit Mineralstoffen und Vitaminen angereichert

Warum benötigt ein Säugling Beikost?
Aufgrund des starken Wachstums und der zunehmenden Aktivitäten.

Reicht es nicht, immer eine Milchnahrung zugeben?
Nein! Der Magen-Darm-Trakt entwickelt sich weiter und benötigt die Beikost um sich an die Erwachsenenkost zu gewöhnen . Bestimmte Reserven sind aufgebraucht z.B. Eisen und muß über die Ernährung aufgefüllt werden. Auch für die motorische Entwicklung ist Beikost wichtig

Wie beginne ich mit der Beikost?
Behutsam und geduldig. Am Besten eignen sich Karotten oder Kürbis.
Nicht verzweifeln, wenn es nicht direkt klapp.
Die Kinder müssen sich erst an den Löffel gewöhnen.

Gibt es kritische Lebensmittel?
Folgende Nahrungsmittel sollten wegen ihrer erhöhten Allergenität nicht zu früh eingeführt werden: Hühnerei, Kuhmilch, Fisch, Zitrusfrüchte, Nüsse, Weizen, Sellerie, Schokolade.

Industrielle oder selbstzubereitete Beikost?
Die Entscheidung liegt bei Ihnen.
Schauen sie wie es am Besten in ihren Tagesablauf passt.

Gibt es Vorteile bei der industriell hergestellten Beikost?
Sie haben eine gleichbleibende Qualität und sind auf Schadstoffe kontrolliert.
Am Anfang bieten sich die Gläschen durch ihre gleichbleibende Nährstoffzusammensetzung und durch ihren kontrollierten Schadstoffgehalt an.
Je größer das Kind wird ,desto mehr können selbstzubereitete Mahlzeiten angeboten werden.

Was muß ich beachten, wenn ich selber zubereite?
Denken Sie daran das ein Säugling / Kleinkind eine andere Nährstoffzusammensetzung benötigt wie ein Erwachsener.
Auch bei den Gewürzen sparsamer sein

Welches Gemüse ist zu empfehlen, wenn ich keine Gläschen füttern möchte
Ab ca. 6.Monat: z.B.Frühkarotte, Kürbis, Zucchini
Ab ca. 8.Monat: z.B. Broccoli, Fenchel, Gurke
Ab ca 9.Monat: z.B.Blumenkohl, Spinat
Ab ca.10.Monat: z.B.Kohlrabi

Welches Fleisch eignet sich?
Ab ca 7.Monat z.B. Rindfleisch oder Geflügelfleisch
Ab ca.8.Monat z.B. Lammfleisch

Welche Fette eignen sich für die Beikost?
Als Fettzusatz ist Rapsöl empfehlenswert
Rapsöl vereinigt in sich die Vorteile von Olivenöl (hoher Gehalt an Ölsäure) und Sojaöl (ausgewogenes Verhältnis von Omega-3- und Omega-6.Fettsäuren).
Außerdem enthält es relativ wenig gesättigte Fettsäuren

Welches Obst eignet sich?
Ab ca. 7.Monat: z.B.Birne, Apfel, Banane
Ab ca. 9.Monat: z.B.Wasser- oder Honigmelone
Ab ca 10 Monat: z.B.Aprikose

Welches Getreide eignet sich für einen Brei?
Für die ersten Breie Reisflocken.
Ab ca 8.Monat kann es Mais, Dinkel, Hafer, Hirse sein.
Auch diese gibt es als Flocken

Was muß ich bei der Auswahl der Beikost Produkte beachten?
Achten Sie auf :
Frische :
geht durch unsachgemäße Lagerung verloren.
Verzehr von verdorbenen Nahrungsmittel kann gesundheitliche Schäden machen.
Naturbelassenheit:
Je mehr ein Nahrungsmittel verarbeitet ist , desto weniger Qualität erhalten Sie .
Vollwertigkeit :
Hier durch erhalten Sie Vitamine , Mineralstoffe , Faserstoffe , Enzyme ect.
Frische unbehandelte Lebensmittel haben eine hohe Vollwertigkeit .
Belastung :
Vermindert die Qualität des Nahrungmittel .
Dies können Sie erreichen, wenn Sie Produkte aus kontrolliertem, ökologischen Anbau auswählen.
Kaufen Sie Produkte aus heimischen Gebieten und nach Saison.

Was muß ich bei der Zubereitung beachten?
Achten Sie auf eine schonende Zubereitung .
Gehen sie sparsam mit Fett und Salz um .
Zwiebeln ,Kohl , Gebratenes und Hülsenfrüchte sollten Sie bis zum 2.Lebensjahr nicht geben .

Welche Stufen gibt es bei der Einführung von Beikost?
Erste Beikostmahlzeit:
Mittags eine Milchmahlzeit durch einen Gemüse – Kartoffel – Fleisch – Brei ersetzen.
Hier beginnen Sie mit dem Gemüse (Karotte) und vervollständigen den Brei Schritt für Schritt.
Zweite Beikostmahlzeit:
Abends eine Milchmahlzeit durch einen Getreide – Milch – Brei ersetzen.
Dritte Beikostmahlzeit:
Die Milchmahlzeit am Nachmittag durch einen Getreide – Obst – Brei ersetzen.

Ein paar Rezeptvorschläge finden sie hier

Brauchen Kinder zur Beikost Getränke?
Neben der Beikost und den verbleibenden Milchmahlzeiten benötigen die Kinder zur Deckung des Wasserbedarfs zusätzlich Getränke
Im Rahmen des „Ernährungsplans“ liegt der Bedarf bei etwa
1 Tasse Wasser (ca.200 ml) pro Tag
Empfehlenswert sind Leitungswasser, Mineralwasser und ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee

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